WWF: 20 Jahre alte Riesen-Störe vor Wilderei in Donau gerettet

Illegale Jagd auf zwei 20 Jahre alte und über 100 Kilo schwere Beluga-Störe verhindert – Von WWF ausgebildete Behörden sind wachsam in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen – Astronomische Kaviar-Preise befeuern Überfischung der meistbedrohten Artengruppe der Welt


Wien, Sofia, Kiew, 21.04.2020 – Die illegale und vermeintlich lukrative Jagd auf geschützte Wildtiere scheint im Schatten der Corona-Krise zuzunehmen. Die Naturschutzorganisation WWF Österreich berichtet von der Rettung zweier riesiger Beluga-Störe, die Wilderer in der Donau bereits am Haken hatten. Bulgarische und ukrainische Polizeibeamte konnten die etwa 20 Jahre alten, zwei Meter langen sowie über 100 Kilo schweren Fische rechtzeitig befreien und wieder freilassen. Gegen die Wilderer wurde Strafanzeige erstattet. „Wilderer fühlen sich in Zeiten von Ausgangsbeschränkungen und überlasteten Polizeikräften unbeobachtet. Aber die Behörden sind weiter wachsam und bewahrten zwei der äußerst seltenen Störe vor dem sicheren Tod. Ein Exemplar war sogar laichreif. Ihr Kaviar hätte auf dem Schwarzmarkt mehr als 10.000 Euro eingebracht. Alleine in diesem Jahr wurden bereits über 100 illegale, mit Haken bestückte Langleinen in Bulgarien aus dem Verkehr gezogen“, erklärt Jutta Jahrl, Störexpertin des WWF Österreich.

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