Groissböck in überbordender Hochform

Premiere Richard Strauss' "Der Rosenkavalier" in der Staatsoper Berlin Trailer: Länge 1:30

Das von Andrè Heller inszenierte Spektakel und das von Zubin Mehta geleitete Ensemble hatte überwältigende Reaktionen in der Opernwelt. Und mitten drin ein Waidhofner als Star der Berliner Aufführung. Hier die großartigen Pressereaktionen über Günther Groissböck:


Als Ochs brilliert Groissböck, Gravitationszentrum des Ensembles, derb und doch nicht ohne Charme, mit einer Stimme, die der Kraft eines Ochsen tatsächlich würdig ist. (Kleine Zeitung)


Besonders gefeiert wurden Camilla Nylund in der Rolle der Feldmarschallin und Günther Groissböck als Baron Ochs auf Lerchenau. Die finnische Sopranistin und der österreichische Bass brillierten gesangstechnisch und schauspielerisch. (Musik heute)


Allein Günther Groissböck vermag sich dem mit seinem Ochs zu widersetzen. Er singt, spielt und ist die überbordende, eroberungsversessene Männlichkeit in Person. Auch wenn er dabei in seinem Habitus viel zu elegant angelegt ist. Er ist nicht die Erinnerung an einen maßlosen Verführer, der sich einredet, er wäre es noch - er ist dessen Gegenwart. Für sich genommen sind Groissböcks nie aufgesetzter Tonfall, die prachtvolle Stimme und sein Spiel ein Genuss: Der Wotan des kommenden Bayreuther Sommers zeigt sich in Hochform. (Wiener Zeitung)


Der Ochs von Günther Groissböck (Jetztzeit-Anzug als Bräutigam, Krachlederne mit Mariandl) ist ein ganz und gar fescher Hüne, Landadel in den besten Jahren sozusagen, sein Appetit auf Unterschichtfrauen ist unersättlich, nur Nuancen mögen ihn von den Prinz Andrews dieser Welt trennen. Groissböck singt das nobel, mit herrlicher Stimme, sonor und bestimmt. (Operkritik Berlin)


Selten war an der Berliner Lindenoper zuletzt eine derart geschlossene Ensembleleistung auf so hohem Niveau zu erleben, neben Camilla Nylund und Günther Groissböck tragen dazu vor allem Michèle Losier als emphatisch… (Die Zeit)


Die Sängerbesetzung, allen voran mit Camilla Nylund und Günther Groissböck, ist jedoch unübertrefflich... (FAZ)


"Opfer" Ochs ist beim grandiosen Günther Groissböck ein ungehobelter Rüpel mit vitalem Charme. (Der Standard)


Günther Groissböck als Ochs war einer der Trümpfe des Abends, bis zuletzt bestens bei Stimme. Wie selbstverständlich nahm er die sängerische Herausforderung der sonst gestrichenen pikanten Prahlerei mit seinen - billigen - Weibereroberungen hin, er ist überhaupt ein "neuer" Ochs. (Salzburger Nachrichten)

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