Verein Kubus erstmals mit einer Frau an der Spitze

Der Verein ist aus dem "Kulturkreis Freisingerberg" hervorgegangen, eine lose Vereinigung von Querdenkern, Künstlern und fescher Damen. Die Kubus-Diskussion ließ sie zum Verein werden.


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Foto: Piaty
Neue Obfrau Renate Wachauer, Zauberer Magic Nesti, Karl Reichenecker, Dr. Günter Schuhfried, KR Karl Piaty bei Wein im Turm

Freidenker wie KR Karl Piaty, Dr. Günter Schuhfried, Karl Reichenecker, der Schauspieler Alfred Pany oder der Satiremaler Herbert Petermandl prägten das Bild des selbst-kritischen Kulturkreises. Im Zuge der Hollein'schen Kubusaffäre gewann der Kreis neue Kubatur und mutierte zum "Verein Kubus". Jetzt wurde erstmals eine Frau an die Spitze des Vereins gewählt, die auch in Waidhofen keine Unbekannte ist. Renate Wachauer, immer dort zu finden, wo es gilt zu gestalten und innovative Ideen zu unterstützen.

Gewinn eingelöst im ungeliebten Kubus
Das unausgesprochene Vereinsmotto: Wo ist der schönste Ort in Waidhofen?  - Am Schlossturm, weil man dort den Kubus nicht sieht.
Der Obmannstellvertreter des Verein Kubus, Karl Reichenecker, gewann beim Bürgermeisterfest 2012 (veranstaltet zum Dank an die Waidhofner Vereine) eine Weinverkostung am Schloßturm. Die Wahl der neuen Obfrau, Renate Wachauer, nahm Karl Reichenecker daher zum Anlass, den Preis einzulösen. Mitgebracht hatte er auch den phantastischen Magier "Magic Nesti", dessen Versuch, den Kubus wegzuzaubern leider scheiterte. Leichter tut sich dabei Malerkollege Herbert Petermandl, der erzählt: "Ich bekomme heute noch Aufträge die Stadt zu malen mit dem ausdrücklichen Hinweis: Aber bitte ohne Kubus"

KR Piaty, einer der ersten Kubus-Gegner, ist weiterhin überzeugt:  "Der "Kubus" hat, so wie der ehemalige Steg und das Innenstadtpflaster, ein "technisches Ablaufdatum" - das weiß jeder, der sich intensiver mit diesen Materien befasst. Auch das Bundesdenkmalamt hat sich dieser Meinung längst angeschlossen. Es ist der "Zahn der Zeit", welcher für den "Verein Kubus" arbeitet. Denn "reine Architektenträume", wie sie zwischen 2000 und 2010 um viel Geld in Waidhofen / Ybbs erfüllt wurden, können die Naturgesetze dieser Welt nicht außer Kraft setzen. Der einst preisgekrönte "Roststeg" ist schon wieder weg, das "Holperpflaster" in der Innenstadt sollte auch den Gemeinderäten schon aufgefallen sein, und auch der "Kubus" sowie das "Sprungbrett" auf dem historischen Söller beim Hochzeitssaal, werden ebenfalls dieses Schicksal erleiden."

Die neue Obfrau durfte als erste den neuen Waidhofen-Kalender 2017 in Empfang nehmen. Von dieser Ausgabe gibt es 4 Stück ganz spezielle "Aufklärungs-Kalender" für die "hohe Politik". Landeshauptmannstellvertreterin Johanna Mikl Leitner war die erste Politikerin, die bereits diesen Kalender erhalten hat.
06.11.2016 13:43:53



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