BRG Waidhofen und Johann Sebastian Bachs 333. Geburtstag

Die Zahl 3 hat ja gerade in der Barockzeit Vollkommenheit und Göttlichkeit symbolisiert. Passend zu Bach meinten die Musiker des traditionsreichen Gymnasiums und konzertierten in der Klosterkirche.


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50köpfiger Schulchor des BRG

Die ungeheure Tiefe und Unergründlichkeit in Bachs Schaffen wurde ebenso thematisiert wie die nicht immer einfachen Lebensumstände des Thomaskantors von Leipzig. Dem Publikum wurden Einblicke gewährt in die Vielfalt von Bachs Kompositionen, von höfischer Unterhaltungsmusik über berührende Kirchenmusik bis zu formal  vollkommenen Strukturen in Variation und Fuge.
Der aus Unter- und Oberstufenschülern zusammengesetzte fast 50-köpfige Schulchor unter Leitung von Anita Auer, das Oberstufen-Streicherensemble unter Leitung von Marianne Vlcek, ein Bläserensemble initiiert von Karl Schaupp, ein Vokalensemble, eine Gruppe von Schülern der musisch-kreativen Profils sowie eine Anzahl von Solisten spannten dabei einen weiten Bogen mit vielen Glanzlichtern aus Bachs Instrumental- und Vokalwerk.

Einzelne Schüler traten in beeindruckender Weise solistisch hervor, wie Lucia Amenitsch, die eine Arie gestaltete, Anna Hofer, die drei Sätze aus einen Cembalosuite spielte oder Elias Fluch, der Ausschnitte aus einer Suite für Laute interpretierte. Weitere Instrumentalsolistinnen waren die Flötistinnen Anna Hörtler und Roxana Meyer,  die Geigerin Viktoria Sobotka und die Cellistin Elisabeth Großberger. Johann Sebastian Bach in personam wurde überzeugend von Felix Pillgrab dargestellt.
Die Lebendigkeit des Bachschen Werkes im 21. Jh. wurde besonders auch in Bearbeitungen deutlich, so gestaltete der Schulchor die Swingle Singers Version des Choralvorspiels zu „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ und die Oberstufensänger brachten mit einer verlangsamten Klangflächen-Version des Chorals „Komm, süßer Tod“ die Klosterkirche in meditative Schwingung.
Das Publikum und der Direktor der Schule, Christian Sitz, dankten den Ausführenden mit „standing ovations“. Mit dieser Abendmusik wurde deutlich, „Nicht Bach, Meer sollte er heißen!“, auch nach seinem 333. Geburtstag.

25.03.2018 19:18:10

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