NÖ Kliniken: Auch Operieren muss ständig trainiert werden

Jetzt wurde eine neue Trainingskonsole – die auch als „Supervisions - Konsole“ eingesetzt wird – angeschafft, um den Medizinerinnen und Medizinern die Operationstechnik näher bringen zu können.


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Foto: Landeskliniken Holding
v.l.n.r.: LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf, Abteilungsleiter Hals-, Nasen-, Ohrenkrankheiten Prim. Univ. Prof. Dr. Johannes Reiß-Kornfehl, MBA, Ärztlicher Direktor Dr. Peter Gläser, MBA, Regionalmanager der Thermenregion der NÖ Landeskliniken-Holding Mag. Viktor Benzia, DGKP Michaela Knipfer und Bgm. Klubobmann Klaus Schneeberger.

Der „Da Vinci Xi“ Operationsroboter des Landesklinikums Wiener Neustadt wird mit seinen vier Roboter-Armen über eine Konsole mittels Kameraführung gesteuert. Diese Kamera ermöglicht der Operateurin bzw. dem Operateur eine „kristallklare“ hochauflösende 3D-Sicht in HD-Qualität mit bis zu 10-facher Vergrößerung des Operationsfeldes. Dadurch kann sehr gewebsschonend und mit geringem Blutverlust operiert werden, selbst kleinste Nerven und Gefäße können erhalten werden. Derzeit wird der Operationsroboter bereits regelmäßig von den vier Fachdisziplinen Urologie, Chirurgie, Gynäkologie und Hals-Nasen-Ohren-Abteilung genutzt.

Durch die hohe Auslastung des Operationsroboters war eine Schulung bisher nur eingeschränkt möglich. Mit der neuen Trainingskonsole können Medizinerinnen und Mediziner, vor allem Jungmedizinerinnen und Jungmediziner, in einem geschützten Umfeld unter Aufsicht die Operationen unter realen Bedingungen üben. 

„Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den NÖ Landes- und Universitätskliniken sind rund um die Uhr mit viel Engagement für die Patientinnen und Patienten im Einsatz. Um ihre Aufgaben bestmöglich zu erfüllen, müssen wir aber auch eine entsprechende Infrastruktur zur Verfügung stellen. Mit der neuen Trainingskonsole wurden die besten Voraussetzungen geschaffen, um sich die Operationsmethode aneignen zu können“, freut sich LH-Stellvertreter Stephan Pernkopf.

„Ziel ist es, mehr Ärztinnen und Ärzte im Umgang mit dem Operationsroboter zu schulen, da zur Zeit nur zwei bis drei Ärztinnen und Ärzte pro genannter Fachdisziplin mit dem Gerät operieren können. Weiters können so zukünftig vermehrt Operationen durchgeführt werden wo Operateure unterschiedlicher Fachgebiete zusammenarbeiten“, so der Ärztliche Direktor Dr. Peter Gläser, MBA. Wichtig dabei ist immer das Vier-Augen-Prinzip, wo wichtige Entscheidungen oder kritische Tätigkeiten nicht von einer einzelnen Person getroffen oder durchgeführt werden darf. 

Durch die neue Trainingskonsole wird das Know-How besser vermittelt und ein spezielles Expertenwissen im Bereich der robotischen Chirurgie gefördert. Dies wiederum kommt der Behandlung der Patientinnen und Patienten zu Gute. Darüber hinaus wird damit ein positiver Beitrag am Image und der Attraktivität des Landesklinikums Wiener Neustadt am Arbeitsmarkt geleistet.





17.01.2018 14:10:59

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