Günther Groissböck - Premiere in Bayreuth ist lange nicht alles

Was uns der Waidhofner Starbassist da in die Heimat funkt sind Kulturnews der allerbesten Güte. Ob Bayreuth, Met oder Wiener Staatsoper, überall ist der Opernbass gefragt wie nie zuvor.


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Der "Buchungsplan" in Bayreuth  von Günther Groissböck sagt eigentlich alles: Bis 2024 ist der Waidhofner in den größten Rollen im heiligen Gral Wagners auf der Besetzungsliste.

Günther Groissböck:  "Um ehrlich zu sein, es könnte derzeit fast nicht besser laufen. Und nächsten und übernächsten Sommer kommt ja in Bayreuth noch meine Traumpartie, der Gurnemanz in "Parsifal" hinzu".
In  Bayreuth hat es übrigens jetzt auch ein erstes Treffen mit dem neuen Staatsoperndirektor Bodgan Roscic gegeben.
"Es klingt alles sehr positiv und eine erste Zusammenarbeit haben wir auch bereits festgehalten"

Aber nicht nur Wien ruft den Mostviertler Star der tiefen Töne. Die New Yorker Met hat ihm weitere Engagements in den nächsten Jahren angeboten, darunter ein ganz besonderes: "Die Met hat mich für 2022 für eine Neuproduktion von DON CARLOS als König Philippe eingeladen. Also endlich meine Verdi-Traumpartie und das dann gleich an der Met, mit absoluter Hammerbesetzung".

Viele Opernfreunde aus der Heimat verfolgen die Karriere "ihres Günther" ganz genau. Die nächste Gelegenheit Günther Groissböck  zu erleben gibt es bereits am nächsten Freitag, 28. Juli 2017, 20.15 Uhr sendet 3sat die Erstausstrahlung "Die Meistersinger von Nürnberg" von der Premiere am 25.Juli 2017.

Mit Günther Groissböck (Bass) als Goldschmied Veit Pogner
Mit Michael Volle (Bassbariton) als Schuster Hans Sachs
Mit Anne Schwanewilms (Sopran) als Tochter Eva Pogners
Mit Wiebke Lehmnuhl (Mezzosopran/Sopran) als Amme Magdalena Evas u.a.

"Die Meistersinger von Nürnberg" gilt als einzige komische Oper Wagners und wurde 1868 in München am Königlichen Hof- und Nationaltheater uraufgeführt. Das viereinhalb-Stunden-Werk beschäftigt sich mit dem Verhältnis von Tradition und Neuerung in der Musik. Ein Ideendrama, dem der politische Konflikt zwischen Progressiven und Konservativen an einem ästhetischen Konflikt gespiegelt wird. Wagner nimmt mit viel Humor Menschen der etablierten Gesellschaft und des Kunstestablishment aufs Korn. (3sat)


24.07.2017 15:29:11



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