Bergrettung holte verirrten Bergsteiger vom Scheiblingstein

Die gute Ausrüstung des Bergsteigers ließ es zu, dass die Bergrettung den Verirrten relativ schnell und unverletzt vom Berg holen konnten.


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Bei einer Sicht wie dieser kann man schnell die Orientierung verlieren.

Am Montag 23.7.2017 um 11.36 Uhr setzte ein Bergsteiger einen Notruf ab. Er hatte bei extrem schlechtem Wetter und bei starkem Nebel am Weg vom Scheiblingstein Richtung Herrenalm im Gebiet des Dürrensteins, NÖ (Bezirk Scheibbs)  die Orientierung verloren.
21 Bergretter und Bergretterinnen der Ortsstellen Lackenhof, Lunz/See und Göstling aus dem Gebiet NÖ-West verstärkt durch einen Suchhund starteten unverzüglich eine Suchaktion. Der Leiter des Einsatzes Leo Schrittwieser (Bergrettung Lackenhof) konnte mit dem Vermissten Kontakt aufnehmen. Nach mehrmaligen Telefonaten konnte der Standort des Vermissten relativ gut eruiert werden. Durch die gute Ausrüstung des Vermissten - Uhr mit Höhenmesser und Kompass - und dem "Aufreißen" des Nebels konnte er ein Stück der Bundesstraße B 71 nach Holzhüttenboden erkennen. Das Suchgebiet konnte dadurch eingeschränkt werden. Einer der drei Suchtrupps konnte den Vermissten unverletzt im Bereich der Herrenalm/Leonhardi Kreuz in ca. 1400m Seehöhe gegen 13.30 Uhr auffinden.

Die Bergrettung Niederösterreich/Wien (ÖBRD NÖ/W) umfasst 30 Ortsstellen mit insgesamt etwa 1300 Bergretterinnen und Bergrettern. Die Mitglieder des ÖBRD NÖ/W stehen 365 Tage im Jahr rund um die Uhr bei jedem Wetter freiwillig und unentgeltlich bereit, um bei einem Unfall im unwegsamen Gelände rasch und effizient helfen zu können. Der geografische Wirkungsbereich erstreckt sich von den alpinen Regionen in Niederösterreich über den südlichen Wienerwald bis zur Donau. Bergungen von Tieren im alpinen oder unwegsamen Gelände werden von der Bergrettung ebenfalls durchgeführt.



24.07.2017 13:27:05



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