Sonntagberg: Da lächelte sogar der Liebe Gott...

Der Zauber der Musik gab dem Kraftort am Sonntagberg Zusatzenergie. Walter Zambals Orgelmeistereien und die Stimmen von uni-sono haben es über der überfüllten Basilika auch dem lieben Gott angetan


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as Orgelmittagskonzert am Sonntag, dem 16. Juli 2017 wurde durch den Organisten Walter Zambal und das Vokalensemble „uni sono“  unter der Leitung von Micha Sengschmid zum musikalischen Ereignis sondergleichen. Das Publikum in der überfüllten Basilika war versucht, nach jedem Stück in Beifall auszubrechen, hob sich aber die Applausenergie bis zum Schluss auf, wo sie dann mit einem Schwall über die Protagonisten herein brach.

Unterdem Motto „Halleluja“ präsentierte das Vokalensemble  „uni sono“  zu Beginn das großartige „Alleluja“ von  Randal Thompson aus 1940. Das Stück beginnt dezent, kommt aus dem  Pianissimo  steiget sich zu einem aufwühlenden Höhepunkt und verebbt  im Nichts. Das Ensemble zeigte da bereits seine Stärken in einem geradlinigen satten und klaren Sopran, und fundamentbietenden Mittelstimmen. Durchsichtig wird intoniert und phrasiert, Wohllaut ist durchwegs angesagt. Kompakt, voll Power, packend kam dann das berühmte Halleluiah von L. Cohen das mittels des Arrangements von Micha Sengschmid neue Facetten sichtbar machte.  Es war überdies eine Welturaufführung.

Videoimpressionen des Sonntagskonzertes
Orgelsonntag Zambal und uni-sono

Das „Halleluiah“ von G.F. Händel/WarrenKibble ist eine moderne Verarbeitung von Händels   „Halleluia“ aus dem Messias mit modernener Harmoniegebung. Händel ist durchhörbar in den neuen Klängen, ein ungemein effektvolles und wirkungsvolles Stück.
Dazwischen sang  die Sopranistin Christine Holzwarth mit perfekten, glasklaren Koloraturen und einer festen, satten Stimme und wunderbaren Höhen das Halleluia aus W.A.Mozarts „Exultate, jubilate“

Der Organist Walter Zambal  erfreute mit dem berühmten Halleluia – Präludium von Franz Schmidt die Zuhörer. Er nahm ein atemberaubendes Tempo und zeigte, dass ein romantisches Werk auf der Sonntagberger Barockorgel großartig erklingen kann. Dass ein solches Werk auf der Orgel gespielt werden kann, bedarf einer genauen Kenntnis des Instruments und einer ungemein perfekten Technik, Hut ab vor dieser Leistung!

Mit J.G. Albrechtsbergers „Fuge über das österliche Halleluia“ kam ein Werk zum Erklingen, das meisterhaft  kontrapunktisch  das Thema durchführt und zu einem prunkvollen Schluss führt. Das „Alleluia du Messie“ in der Orgelfassung von Th. Dubois interpretierte Walter Zambal effektvoll und in einem stupenden Tempo. Ein Ereignis diese Händel-Alleluia in dieser Fassung!

Am Schluss spielte Zambal  ein eigenes Werk:  „Variationen über  „Halleluia lasst und singen“.
In den einzelnen Variationen werden verschieden Register bemüht, werden Stile gezeigt, z.B Mozartische Einwürfe bis zum totalen Furioso des Schlusses.

Das Publikum in der übervollen Basilika tobte und gab lauten anhaltenden Applaus.
17.07.2017 12:19:58



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