Waidhofen ohne Wochenmarkt, wie Stadt ohne Pflaster

Wenn die Tage wärmer werden ist dienstags und freitags der Obere Stadtplatz ausgebucht. Kunden und Standler geben sich ein Stelldichein. Wo gibt es das noch? Ybbstalnews stellt die Standler vor:


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Foto: Stadtmarketing
Man trifft sich auf jeden Fall,  ob man etwas kauft oder auch nicht. Am Markttag schaut man vormittags in die Stadt, goutiert an den Ständen, kostet, diskutiert und kauft. Am Stadtturmeck stehen die Bauern, erkennbar an Rock und Hüten, und unterhalten sich über die neuesten Milch-und Kilopreise. Saisonalität ist angesagt bei den angebotenen Waren. Schafkäse nur zu bestimmten Zeiten, genau wie Gemüse und Obst. Wenn dem nicht so ist, weiß man, die Ware kommt nicht vom regionalen Bauern, sondern vom Händler. Köche der Waidhofner Gastronomie eilen durch die Besuchermenge, um die Gustostückerln zu ergattern und Mütter schieben ihre nicht nur mit Nachwuchs beladenen Kinderwägen. Es heißt früh kommen, wenn man Gutes möchte. Schon ab 7 Uhr früh beginnt das Treiben, denn oft sind die besten Stücke bereits um 9 Uhr vergriffen.

Wenn die Frühlingssonne Einzug hält, ist ein Stadtspaziergang ein echtes Vergnügen. In den Schaufenstern und Geschäften der Altstadt, macht die neue Mode Lust auf den Frühling. Und ganz besonders jetzt ist auch der Waidhofner Wochenmarkt ein Genuss für Augen und Gaumen. Die Marktstandln sprießen wie die Frühlingsblumen und bieten einen bunten, abwechslungsreichen Anblick und eine große Auswahl: frisches Obst, knackiges Gemüse, bunte Blumen und Jungpflanzen und auch für das Osterfest ist gesorgt.

Plastikfrei:  Die Stadtregierung hat letztes Jahr versprochen, dass der Markt in absehbarer Zeit plastikfrei sein sollte. Leider ist von dem nichts zu bemerken. Die angeboten Papiertaschen seien von der Größe her nicht geeignet und außerdem zu teuer.

STANDL:  Gärtnerei Käfer

Seit vielen Jahren ist die Gärtnerei Käfer aus Gresten am Wochenmarkt vertreten. Johannes Käfer hat sich auch als Radiogärtner einen Namen gemacht. In der Fernsehsendung „Niederösterreich Heute“ gibt er immer wieder Garten-Tipps und im Radiowecker auf "Guten Morgen Niederösterreich" gestaltet er eine Gartensendung. Von seinem Erfahrungsschatz profitieren natürlich auch die Kunden an seinem Marktstand. Neben zahlreichen Gemüsepflanzen, Salaten und Kohlgemüsen bietet er auch ganz spezielle Jungpflanzen an: mehrere Paradeisersorten und Gurken, die durch Veredelung widerstandsfähiger und ertragreicher sind. Demnächst ist auch die Gemüsepflanze des Jahres der niederösterreichischen Gärtner bei ihm erhältlich: die Andenbeere - besser bekannt als Physalis – mit Ananas-Geschmack.

STANDL: Engelbert Ober
Neu und immer freitags am Wochenmarkt ist der Marktstand von Engelbert Ober aus Neustadtl/Donau. Unter dem Motto "Obst auf Tour" bietet der Marktfahrer "Wos guats und wos g'sunds" an: viele Obst- und Gemüsesorten, Fruchtsäfte von Ferdl-Most, verschiedene gefüllte Oliven, Kräuter, Bio-Olivenöl aus Kreta und vieles mehr. Eine besonders gesunde Knolle kommt aus seinem eigenen Anbau: Topinambur. Rezepte zum Mitnehmen gibt’s übrigens auch!

STANDL: Michaela Hintsteiner
Jeden Dienstag und Freitag ist auch der Verkaufswagen von Familie Hintsteiner vor Ort. "Besonders gut kommt das Selchfleisch an", freut sich Michaela Hintsteiner, die auch für Ostern einige Spezialitäten auf Lager hat, "Osterschinken und auf Vorbestellung gibt's auch Weihfleisch". Das Fleisch kommt vom hauseigenen Hof in Windhag und wird dort zu Fleisch- und Wurstspezialitäten verarbeitet. Der Honig von Familie Hintsteiner wurde bei der heurigen Ab-Hof-Messe in Wieselburg mit drei Goldmedaillen ausgezeichnet.

STANDL: Elfriede Michal, Franz Faschingleitner-Lamerana
Obst und Gemüse in Hülle und Fülle gibt es jetzt wieder bei Elfriede Michal und Franz Faschingleitner-Lamerana. Auch Palmkatzerl, Jungpflanzen und bunte Frühlingsblumen wie Duftveilchen, Stiefmütterchen und Bodendecker werden angeboten. Nach rund 30 Jahren ist der Obst- und Gemüsestand schon eine fixe Institution und jeden Dienstag und Freitag ist vor Ort.

STANDL: Ulrich Friesenegger, Traudi Aigner

Auch beim Marktstand der Familie Friesenegger blüht und sprießt alles. Viele Jungpflanzen, Blumen und ab April auch Beerensträucher und Obstbäume sind erhältlich. Ab Mai kommen noch nahezu 100 verschiedene Kräuter dazu – davon auch viele unbekannte Sorten.

STANDL: Margarete Eslitzbichler, Christine Fuchsluger

Bei Christine Fuchsluger gibt es Buchskränze, Topfen und hausgemachtes Bauernbrot. Für Ostern hat Margarete Eslitzbichler Palmkatzerl parat –fertig gebundene Palmbuschen sind ebenfalls erhältlich. Und der Bärlauch hat auch wieder Saison. Rund 30 Marktfahrer bietet derzeit ihre Produkte an - und bis zur Hochsaison im Mai und Juni kommen noch weitere Anbieter dazu.

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20.03.2017 14:23:51

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